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Worte und Bilder zur Heilung deines Herzens

Die Beziehungsfähigkeit von Mutter-Sohn und Vater-Tochter

2 Kommentare

Warst du Mama’s Liebling oder Vater’s Prinzessin? Vielleicht bist du auch als Sohn ohne Vater oder als Tochter ohne Mutter aufgewachsen, zumindest die ersten Jahre deines Lebens? Funktionieren deine Beziehungen nicht so, wie du es gerne hättest oder hast du schon resigniert und dich mit einem Leben ohne Partner arrangiert?
Falls ja, solltest du dir deine Beziehung zu deinen Eltern ansehen, vor allem die zum anderen Geschlecht, also als Tochter diejenige zum Vater und als Sohn die zur Mutter.
Vielleicht war ja dein Vater oder deine Mutter aus verschiedenen Gründen nicht vorhanden oder nicht präsent. Dann haben wir als Kind die Neigung diese Stelle einzunehmen und du stehst dann als Sohn an Stelle des Vaters auf der Partner Position und als Tochter an Stelle der Mutter. Beide Positionen sind dir in jedem Fall zu groß, da du ja “nur” das Kind bist. Manchmal werden wir dort auch von den Elternteilen hingestellt, etwa als Schutzschild oder als Ersatz. All dies geschieht natürlich nicht in böser Absicht, sondern meist lässt sich so eine Dynamik auch im Familiensystem erkennen. Eine fortwährende Wiederholung also.
Dies beeinträchtigt aber in hohem Maße deine Beziehungsfähigkeit in diesem Leben, solange du diese Dynamik nicht erkennst und dich nicht davon befreist. Stehst du auf der Position des Vaters, und die Mutter ist deine Partnerin dann wirst du als Erstes alle potentiellen Partnerinnen mit deiner Mutter vergleichen. Und ganz ehrlich, dem kann keine Frau Stand halten. Als Tochter machst du diesen Vergleich natürlich mit dem Vater. Das kann ebenfalls nur schief gehen. Denn Keiner oder Keine wird gut genug sein, du wirst immer etwas auszusetzen haben. Egal wie viel Liebe du von deinen jeweiligen Partnern erfährst, es wird niemals genug sein.
Gleichzeitig suchst du dir aber auch Partner oder Partnerinnen aus, die den größten Schmerz, den dir deine Mutter oder dein Vater zugefügt haben, spiegeln. Und holst dir damit selbst die Bestätigung, dass es keinen Sinn hat, sich auf “so etwas” einzulassen. Denn du glaubst ja zu wissen, wie das enden wird.
Bist du selbst Partner/in einer Vater-Tochter oder eines Mutter-Sohnes so stehst du im wahrsten Sinn auf verlorenem Posten. Du kannst dich noch so sehr bemühen, es wird nicht reichen. Und du wirst es nicht verstehen können. Manchmal ahnst du vielleicht etwas, aber dein/e Partner/in wird das natürlich abstreiten und dir vielleicht sogar vorwerfen, du wärst nur eifersüchtig auf den Vater oder die Mutter.
Das Schlimmste, was einem Mutter-Sohn oder einer Vater-Tochter geschehen kann ist, dass er oder sie auf jemanden trifft, der bedingungslos lieben kann und diese Liebe auch zeigt. Jetzt fangen alle Alarmglocken zu schrillen an, denn jetzt ist da jemand, der ihm oder ihr diese bedingungslose Liebe der Mutter oder des Vaters ebenfalls schenken kann, und damit direkt in Konkurrenz tritt. Das heißt gleichzeitig, dass er oder sie jetzt tatsächlich eine Wahl hätte.
Nun beginnt ein Kampf, indem er oder sie dir oder sich selbst beweisen will, dass es gar keinen Grund gibt, so sehr geliebt zu werden. Du wirst auf die Probe gestellt und auf Herz und Nieren geprüft, bis du aufgibst. Tust du das nicht, wird Mutters-Sohn oder Vaters-Tochter spätestens dann flüchten. Weit, weit weg! Und wird wieder in seiner Welt der Symbiose versinken. Außer die Dynamik wird erkannt.
Dann besteht die Chance, dass es in Frieden und in Liebe gelöst werden darf und du dich selbst befreist für ein Leben mit einem Partner oder einer Partnerin, das ganz dem entspricht, was du dir auf dem Grunde deines Herzens am allermeisten wünscht. Du darfst dich befreien und die ganze Liebe endlich leben, die in dir ist. Dein Herz öffnen, die Verletzungen heilen lassen und gemeinsam mit deinem Partner oder deiner Partnerin in die Erfüllung kommen.
Ich wünsche dir von Herzen, dass es gelingen möge!
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Autor: Die Mentaltrainerin Petra Honies

Ich bin seit vielen Jahren als Mental - und Bewusstseinstrainerin und spirituelle Beraterin tätig und lebe meine Aufgabe den Menschen zu helfen ihre Herzen zu öffnen und damit ihr Leben glücklich und zufrieden genießen zu können. Daneben zeichne und male ich seit meiner Kindheit. In den letzten Jahren dringt meine immer größer werdende Spiritualität auch in diesen Bereich vor und meine Bilder entwickeln auf den Betrachter eine spirituell heilende Wirkung. Wenn du gerne mehr über meine Tätigkeit als "Die Mentaltrainerin" erfahren möchtest, lade ich dich ein meine Website www.diementaltrainerin.at zu besuchen.

2 Kommentare zu “Die Beziehungsfähigkeit von Mutter-Sohn und Vater-Tochter

  1. Liebe Petra

    Vielen Dank für den spannenden Artikel. Ich bin gerade sehr in das Thema verwickelt. Ich bin als Kind an die Position meiner Mutter gestellt worden, um einen Teil ihrer Funktionen zu übernehmen…. Eine Vater-Tochter. Und habe mir jetzt einen Mutter-Sohn als „Partner“ ausgesucht.

    Ich bin erst gerade dabei, die Zusammenhänge langsam zu verstehen. Auf jeden Fall bin ich überzeugt davon, dass Mutter-Söhne und Vater-Töchter gerade dazu prädestiniert sind, aufeinander zu treffen. Bedingungslose Liebe ist in meiner Sicht von Partnerschaft die zentralere Art zu lieben als bedingte Liebe, wie sie mein „Partner“ kennt. Ich komme deshalb rasch an meine Grenzen und in die Gefahr, zur bedingungslos liebenden „Mutter“ zu werden, quasi „ohne“ eigenen Bedürfnisse, weil ich scheinbar „weniger“ brauche bzw. tatsächlich weniger auf Selbstbestätigung angewiesen bin als er. Aber wie du beschreibst, gibt es keinen Ausweg aus der Situation, es sei denn… Ja was denn? Dass er selbst bedingungslos lieben lernt?

    Aber darin liegt ja gerade sein Unvermögen. Er kennt nur die beiden Extreme, sich unterwerfen oder dominieren. Bedingungsloser Liebe begegnet er mit Dominanz, bedingter Liebe mit Unterwürfigkeit. Ja, du ahnst es schon… ich bin nicht die einzige. Er lebt in einer „getrennten“ Beziehung, von der er nur glaubt, er sei getrennt. Tatsächlich lebt er in einer Symbiose. Deshalb die Unterwürfigkeit und deshalb der „Ausbruch“. Tatsächlich hat die Frau ihn total im Griff und ich bekomme ihn dann zu sehen, wenn er die Erlaubnis bekommt…:P

    Das totale Desaster!

    Herzliche Grüsse
    Nico

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    • Liebe Nico,
      ja das kommt natürlich auch immer wieder vor, dass sich genau solche Menschen treffen. Allerdings nur, um endlich die alten Muster aufzulösen und zu heilen. Was du allerdings als bedingungslose Liebe beschreibst, hat weniger mit Bedingungslosigkeit zu tun, als mit Selbstaufgabe. Bedingungslose Liebe hat nichts damit zu tun, keine eigenen Bedürfnisse mehr zu haben, sondern nur, dass an die Liebe keine Bedingungen mehr gestellt werden müssen. Da ist einfach nur Liebe, ohne jedes Zutun. Bevor ich allerdings jemand anderen bedingungslos lieben kann, muss ich lernen mich selbst bedingungslos zu lieben. Und dazu gehört auch, die eigenen Bedürfnisse zu kennen, anzuerkennen und zu achten. Mütter die ihre Kinder bedingungslos lieben, achten trotzdem auf ihre Bedürfnisse, wenn sie ein gesundes Verhältnis zu sich haben und ziehen auch ihre Grenzen.
      Ich kann in der Liebe zu meinem Partner sein, und ihn dennoch freilassen, weil nicht jede Liebe gemeinsam gelebt werden muss.
      Die Tatsache, dass du dir einen Mann „wählst“ der in Wirklichkeit nicht frei ist, könnte auch heißen, dass du vielleicht nicht bereit bist, dich auf jemanden voll und ganz einzulassen. Das passiert nämlich den „Vater-Töchtern“ auch oft. Schließlich ist keiner so gut, wie der Vater 😉
      In Wirklichkeit ist das Einzige, was du tun kannst, auf dich selbst zu schauen, was macht das mit dir? Wie fühlst du dich dadurch? Immer wenn du den Blick auf ihn richtest, dann projizierst du etwas aus deiner Erfahrung auf ihn und lebst weiter in deiner Illusion. Ihn kannst du nicht ändern, aber vielleicht geschieht es ganz von selbst, wenn du deine Themen bearbeitest und heilst. Oder du kannst ihn wirklich bedingungslos lieben, und kannst gehen oder bleiben, ohne dass es schmerzt.
      Ich wünsche dir alles Gute auf diesem Weg, er ist auf jeden Fall heilsam und das Leben zeigt sich genau so, wie es sein soll.
      Und es will genau so gelebt werden. Der Gedanke, dass es eine andere Möglichkeit gäbe, entsteht nur im Verstand und erzeugt Leid.
      Alles Liebe
      Petra

      Falls du noch mehr Unterstützung brauchst, biete ich auch gerne Skype Sitzungen an.

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