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Worte und Bilder zur Heilung deines Herzens

Das doppelte Glück!

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Morgen ist es genau 18 Jahre her, dass ich Mama wurde. Nicht einmal, gleich zweimal. Jawohl, Zwillinge, zwei Buben, Daniel und Philipp. Die doppelte Freude! Heute wird es sehr persönlich! Es ist mir einfach ein Anliegen, dies mit euch zu teilen.
Es ist jetzt 18 Jahre her, dass meine Jungs geboren wurden und vor einer Woche fiel mir ein Blatt in die Hand, auf dem Computer ausgedruckt, mit einem Text, an den ich mich nicht mehr erinnern konnte. Es war das Vorwort von einem Buch, dass ich vorhatte, damals zu schreiben: Vom doppelten Glück Zwillinge zu bekommen! Ich konnte mich nicht einmal mehr an das Vorhaben erinnern, aber dann dämmerte es mir langsam. Im Vorfeld hatte ich so viele Informationen bekommen, ob durch Bücher oder auch durch Ärzte (mein Gynäkologe zählte zum Glück nicht dazu), die die „gefährlichen“ und „negativen“ Seiten einer Zwillingsschwangerschaft beschrieben haben, dass ich vorhatte ein „positives“ Buch zu schreiben.

Ich hab’s nicht getan, es war wohl einfach zu viel los in den letzen 18 Jahren. 🙂

Trotz allem kann ich heute sagen, dass es für mich eine der schönsten Zeiten war, die ich jemals erlebt habe. Also, bevor die Kids da waren 😉 Nein, im Ernst natürlich auch nachher, aber ich hatte das Glück, oder war es gut programmiert, dass ich die ganze Schwangerschaft hindurch keinerlei Probleme hatte. Wie im Bilderbuch! Zweieinhalb Wochen vor dem geplanten Termin waren sie dann da, zwar mit Kaiserschnitt, aber gesund und munter. Nach 6 Stunden in den Wehen war ich ja schon fast froh, dass man sie dann geholt hat, was medizinisch zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr anders ging. Zwei völlig gesunde Burschen, jeder ein bisschen über zweieinhalb Kilo schwer.

Wenn ich heute zurückblicke, dann waren die letzten 18 Jahre die intensivsten meines Lebens. Viele Hochs, sehr tiefe Tiefs, glückliche und traurige Tage und sehr viel Arbeit. Arbeit mit den Kindern, klar, aber auch mit mir selbst. Mit Zwillingen zu leben ist vor allem am Anfang sehr intensiv, aber wenn ich an meine Mutter denke, die mich und meine Schwester im Abstand von zehneinhalb Monaten geboren hat, daneben noch arbeiten ging, weil sie zu diesem Zeitpunkt die Familie hauptsächlich durch ihren Job ernährte, dann bin ich heute überzeugt davon, dass sie es sicher schwerer hatte als ich. Meine Kinder waren wenigstens immer auf dem gleichen Stand 😉 mehr oder weniger. Mama, du hast meine größte Hochachtung!

Heute weiß ich, dass durch die Geburt meiner Kinder sehr vieles aufgedeckt wurde. Alte Traumen, Verletzungen und Prägungen und deren Auswirkungen wurden sichtbar. Ich wurde plötzlich von einer unbeschwerten, lustigen, lebensfrohen jungen Frau zu einer ziemlich kranken (zumindest haben das die Ärzte behauptet), verwirrten Mutter. Wobei mich nicht das Mutter sein an sich in diesen Zustand gebracht hat, sondern vielmehr die ganzen Umstände. Nicht mehr frei zu sein, dem zeitlichen Plan anderer zu folgen, nicht einfach weg zu können, immer gefordert, immer auf Achse zu sein. Zu wenig Schlaf, zu wenig Erholung und keine Möglichkeit mich abzugrenzen. Das hat mich gefordert, überfordert und manchmal bis oder über meine Grenzen gebracht. Nur damals wusste ich das gar nicht. Ich habe einfach immer wieder weitergemacht.

All das hat mich dazu gebracht, mich, meinen Weg, mein Verhalten, mein Leben zu reflektieren und es hat auch sehr viel Unruhe und viele Umbrüche mit sich gebracht. Ich habe mich verändert und diese Veränderungen hat Menschen von mir entfernt, die mir einst sehr nahe waren. Immer wieder von Neuem. Und gerade wenn ich dachte, so jetzt ist mehr Ruhe und Stabilität da, dann hat es wieder von vorne begonnen. In Bezug auf die Kinder genauso wie in Bezug auf mich.

Diese Phase war sicher für niemanden leicht, für mich nicht und auch nicht für meine Umgebung. Und trotzdem möchte ich keinen Moment davon missen. Die Geburt meiner Kinder hat eine Entwicklung eingeläutet, die ich ohne sie wahrscheinlich nicht gemacht hätte. Heute bin ich davon überzeugt, dass ich nicht krank war, sondern dass damit der erste Schritt in die Heilung begonnen hat. Das System hatte nicht mehr funktioniert, also musste etwas geändert werden. Immer wieder wurde ich daran erinnert. Vor allem dann, wenn ich wieder alte Muster benutzt habe, aus Gewohnheit, aus Bequemlichkeit, aus reiner Routine. Kaum getan, bekam ich schon die Rechnung präsentiert. Und ich habe es oft ausprobiert 😉

Irgendwann habe ich begriffen, dass meine Kinder mein Spiegel sind. Waren sie unruhig, musste ich bei mir nachsehen, wo meine Unruhe war. Waren sie aggressiv, fand ich meine Aggression. Nicht immer, aber sehr oft. Ich verstand, dass das Leben nicht daraus bestand, als Opfer durch die Gegend zu laufen. Ich selbst war für alles was mir geschah selbst verantwortlich. Nicht für die Situation an sich, sondern für mein Verhalten, wie ich auf die Situation reagierte. Ich war dafür verantwortlich, wie ich die Situation bewertete und wie ich mich verhielt. Ich lernte wieder all die unterdrückten Gefühle, die meine Emotionen hochkochen ließen, zu zulassen und meine eigenen Gefühle wieder zu entdecken. Ich habe das Spiel beendet, indem ich nicht mehr werte, sondern einfach nur mehr wahr nehme. Ich nehme wahr was ist, und versuche dem Ganzen keine Wertung zu geben, sondern zu fühlen. Jedes einzelne meiner Gefühle in mir wieder spüren zu können, bis in die kleinste Faser, ohne darüber zu urteilen, ob es angenehm ist oder nicht.

Das gelingt mir nicht immer, aber immer öfter, wie es so schön heißt. Dadurch ist es ruhiger geworden in mir und in meinem äußeren Leben. Ich lebe mich selbst mehr als jemals zuvor, auch wenn das meine Umgebung irritiert. In diesem jahrelangen Prozess habe ich gelernt, das nicht mehr auf meine Kappe zu nehmen, denn es hat rein gar nichts mit mir zu tun, wie sich mein Gegenüber fühlt. Genauso wie es nichts mit dem Verhalten meines Gegenübers zu tun hat, wie ich mich fühle. Ich bin in meiner Eigenverantwortung angekommen, voll und ganz. Meine Gefühle haben ausschließlich mit mir selbst und meine Erfahrungen zu tun, mit nichts und niemandem sonst auf dieser Welt.

Das macht mich heute frei, lässt mich abgrenzen und trotzdem mittendrin im Leben sein. Mit meinen Kindern, meiner Familie und mit meinen Freunden. Ich habe mich entfernt und trotzdem bin ich ihnen näher als jemals zuvor. Endlich bin ich hier, im Hier und Jetzt, voll und ganz. Und ich gebe dies heute mit Freuden an meine Klienten weiter, zeige ihnen einen möglichen Weg genau dorthin, wo ich heute bin. Oft bin ich nur einen kleinen Schritt voraus, aber das reicht aus, vollkommen.

Es war ein langer Weg, fast 18 Jahre lang und ich bin dankbar dafür, auch wenn es oft sehr schwer war. Ich bin dankbar, dass meine Kinder mich gewählt haben, ihre Mama zu sein und ich dadurch so viel lernen durfte und immer noch lernen darf. Meine Kinder waren der Antrieb, endlich der Sache auf den Grund zu gehen, die Muster zu durchbrechen, sie nicht mehr in der Ahnenreihe weiter zu geben. Meine Kids werden trotzdem noch genug mit auf den Weg mitbekommen haben und auch hier merke ich, wie ich immer mehr loslassen kann. Sie sind jetzt erwachsen, für sich selbst verantwortlich. Aber ich werde immer für sie da sein, wenn sie mich brauchen. Und wir werden uns immer wieder fetzen, auch das gehört dazu. Aber ich weiß, dass dieses Band, dass uns verbindet, nie ganz durchtrennt sein wird, egal wie viel Abstand sie zu mir brauchen werden. Ich bin nicht der Meinung, dass sie die besten Kinder auf der Welt sind, denn auch hier lehne ich es ab, zu werten. Sie sind meine Kinder, egal was sie tun und wie sie sich verhalten. Das wird sich niemals ändern und ich werde immer wieder auch wütend oder verärgert sein. Und trotzdem wird sich nichts ändern. Denn heute weiß ich, diese Wut hat ausschließlich mit mir zu tun. Deshalb kann ich wann und wo auch immer ich will, diese bedingungslose Liebe zu meinen Kindern spüren. Und ich habe das besondere Glück, die Freude und die Liebe doppelt spüren zu können. Seit sie geboren sind. Es war nie anders, und es wird niemals anders sein.

Lieber Philipp, lieber Daniel, ich danke euch für dieses Geschenk: Das doppelte Glück!

Alles Gute zu eurem 18. Geburtstag. Geht hinaus in diese Welt und findet euer Glück und eure Freude. Lebt was das Zeug hält und lasst euch von nichts und niemandem davon abhalten!! Jede Krise in eurem Leben wird nur dafür da sein, dass ihr daran wachsen könnt und es wird immer der erste Schritt in die Heilung sein. Was auch immer geheilt werden soll, es wird geschehen. Ich habe mein „positives“ Buch geschrieben, auch wenn ich es nie zu Papier gebracht habe. Schreibt jetzt euer eigenes! Egal ob einfaches, doppeltes oder …..faches Glück 😉

In Liebe

Mama

Autor: Die Mentaltrainerin Petra Honies

Ich bin seit vielen Jahren als Mental - und Bewusstseinstrainerin und spirituelle Beraterin tätig und lebe meine Aufgabe den Menschen zu helfen ihre Herzen zu öffnen und damit ihr Leben glücklich und zufrieden genießen zu können. Daneben zeichne und male ich seit meiner Kindheit. In den letzten Jahren dringt meine immer größer werdende Spiritualität auch in diesen Bereich vor und meine Bilder entwickeln auf den Betrachter eine spirituell heilende Wirkung. Wenn du gerne mehr über meine Tätigkeit als "Die Mentaltrainerin" erfahren möchtest, lade ich dich ein meine Website www.diementaltrainerin.at zu besuchen.

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