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Worte und Bilder zur Heilung deines Herzens

Warum wir uns unbedingt schön finden müssen…

4 Kommentare

„Die Fotografin Liora K. und ihre Freundin die Bloggerin Jes Baker zeigen Frauen so, wie sie wirklich sind: unperfekt, aber gerade deswegen schön.“ „Auch Narben, Dehnungsstreifen, hängende Busen und asymmetrische Brustwarzen können schön sein.“

2 Untertitel von Artikeln über ein Projekt, dass mir gerade auf facebook entgegen gesprungen ist. Sofort haben bei mir die Alarmglocken geläutet! Da stimmt doch was nicht!!!

Schönheit liegt in erster Linie im Auge des Betrachters. Das, was bei uns als Schönheitsideal zählt (egal ob bei Frauen oder Männern), ist in anderen Regionen der Welt nicht relevant. Trotz der Globalisierung und einer Vereinheitlichung auch auf diesem Sektor. Deshalb lassen sich ja zum Beispiel asiatische Frauen ihr Gesicht auf westliche Merkmale umoperieren. Erschreckend! Außerdem verändert sich dieses Bild ja auch immer wieder. Ich denke hier mit Schaudern an den Trend der Vollbärte (um jetzt auch mal die Männer ins Spiel zu bringen). 😉 Und bei aller Liebe, das finde ich einfach nicht schön, nicht in hundert Jahren.

Aber darum geht es hier gar nicht. Es geht darum, uns um jeden Preis beweisen zu müssen, dass auch nicht perfekte Körper, Narben oder andere „Makel“ schön sind. Und dem kann ich leider auf keinen Fall zustimmen. Eine Narbe ist NICHT schön. Punkt! Ich weiß, dass hier viele aufschreien werden, wie ich, wo ich doch so bewusst bin, so etwas sagen kann. Lasst uns deshalb hinter diese Worte schauen, schauen was ich fühle, was ich sehe.

Etwas im Außen als schön oder hässlich zu bezeichnen ist eine Wertung! Wir haben es in vielen Jahren, Jahrzehnten so gelernt, wir sind damit aufgewachsen. Wir haben ein gewisses Bild, wie ein Mensch aussieht, in unserem Fall halt mehr mit mitteleuropäischen Zügen und nicht mit dunkler Hautfarbe oder schmalen Augen. Das gewohnte Bild wird uns immer vertrauter sein, als es jemals ein anderes sein kann. Und in gewisser Weise lernen wir, das was wir kennen als schön zu bezeichnen. Und dann gibt es hier ja auch noch Unterschiede. Die Schönen und die weniger Schönen. Hier gibt es ja zahlreiche Untersuchungen, die beweisen, was Menschen als schön empfinden. Man denke hier nur an den goldenen Schnitt. Als Schönheit wird in der Regel das bezeichnet, was einen besonders angenehmen, und damit vielfach auch einen gesunden, Eindruck hinterlässt. Und eine Narbe oder ein verkrümmter Körper wird nicht als angenehm empfunden.

Jahrelang wurde uns eingetrichtert, wir müssten uns selbst lieben lernen und wenn wir unseren nicht perfekten Körper nicht schön finden, dann würden wir uns nicht genug lieben. Das hat uns viele Jahre unzufrieden gemacht und uns getrieben noch mehr an uns zu arbeiten oder irgendwann resigniert aufzugeben. Genau hier sträubt sich bei mir alles. Es geht nicht darum, etwas schön zu finden um es lieben zu können.
Uns selbst zu lieben hat nichts damit zu tun, ob wir uns schön finden oder nicht. Selbstliebe entsteht einzig und allein daraus, uns so anzunehmen wie wir sind. Wenn wir aufhören würden uns zu bewerten und alles was wir sind, so sein zu lassen wie es ist, dann hätten wir eine Chance uns selbst zu lieben. Erst dann wäre es möglich, wahre Selbstliebe zu finden und mit sich und seinem Körper und allem was ist, eins zu sein.

Die Lösung besteht also nicht darin, uns zu beweisen, das andere Frauen auch „Schönheitsmakel“ haben und diese angeblich lieben. Sie haben nur gelernt, so zu sein, wie sie sind, sich so anzunehmen und ihr Leben zu leben. Sich nicht einschränken zu lassen. Wenn wir uns jahrelang einreden, dass unsere sogenannten „Makel“ schön sind, belügen wir uns selbst. Sie sind nicht schön, aber so sie sind wir einfach. Um uns selbst zu lieben ist es nicht notwendig uns schön zu finden. Im Gegenteil, wenn wir endlich aufhören, alles was uns im Leben begegnet zu bewerten, inklusive uns selbst, werden wir endlich Frieden und Zufriedenheit finden und schlussendlich auch die Liebe zu uns selbst.

Das betrifft nämlich nicht nur unsere äußeren Merkmale, sondern auch uns selbst als ganzes Wesen mit all unseren Eigenschaften und unserem Wesen. Hören wir auf uns selbst zu bewerten, haben wir einen großen Schritt in Richtung Selbstliebe gemacht. Alles andere kommt dann meist von selbst.

Hör also damit auf, dich selbst oder andere schön finden zu müssen.
Hör auf, dich oder andere als perfekt dar zu stellen.
Hör damit auf, dich selbst zu quälen, weil du dich selbst nicht lieben kannst.
Hör auf, dich und andere zu bewerten!
Nimm dich so wie du bist, und erlaube dir auch, dich ab und zu nicht schön zu finden. Das heißt aber nicht, dass du damit aufhören musst, dich selbst zu lieben!

Und übrigens: Die Männer mit den Bärten gefallen mir noch immer nicht, das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, ob ich den Menschen liebe oder nicht. Ich drücke damit einfach mein ästhetisches Empfinden aus, ohne es als gut oder schlecht zu bewerten.

Ich freue mich, wenn du mir in einem Kommentar erzählst, wie du darüber denkst.

Herzensgrüße

Petra

Hier die Links zu den Artikeln:
http://www.wunderweib.de/leben/expose-shooting-echte-frauen-zeigen-sich-nackt-a153774.html
http://www.woman.at/a/the-expose-project-2014

Autor: Die Mentaltrainerin Petra Honies

Ich bin seit vielen Jahren als Mental - und Bewusstseinstrainerin und spirituelle Beraterin tätig und lebe meine Aufgabe den Menschen zu helfen ihre Herzen zu öffnen und damit ihr Leben glücklich und zufrieden genießen zu können. Daneben zeichne und male ich seit meiner Kindheit. In den letzten Jahren dringt meine immer größer werdende Spiritualität auch in diesen Bereich vor und meine Bilder entwickeln auf den Betrachter eine spirituell heilende Wirkung. Wenn du gerne mehr über meine Tätigkeit als "Die Mentaltrainerin" erfahren möchtest, lade ich dich ein meine Website www.diementaltrainerin.at zu besuchen.

4 Kommentare zu “Warum wir uns unbedingt schön finden müssen…

  1. dann schreib ich mal nen Kommentar 🙂

    Ja – und nein… finde ich. Ja, Du hast Recht, es geht darum, mich zu lieben auch wenn ich mich nicht schön finde… und darum, nicht so einem Schönheitsdiktat und einer aufgesetzten „jetzt-finde-ich-mich-schön-um-jeden-Preis“-Idee nach zu laufen. (Da lässt sich sicher Geld mit verdienen 😉 )

    UND es geht auch darum, die Vorstellung von Schönheit zu überdenken. Also, z. B. finde ich manche Fotos von Jade Beall, auf denen sie einen Bauch mit Schwangerschaftsstreifen (die Narben sind) total schön. Andere finde ich nicht schön, das stimmt. Aber meine eigenen Streifen, die so silbrig auf brauner Haut glitzern, die finde ich auch schön… eben auf andere Weise schön als das Schönheitsideal von glatter Haut, die so oft nur Kinder haben.

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  2. Nun, während des Lesens der Bücher über Attraktivität, Aussehen und Schönheit enträtseln sich immer wieder Dogmen, die ich seit meiner Jugend (und das ist schon lange her!) gebetsmühlenartig vernehmen konnte. Z.B. dass Schönheit im Auge des Betrachters läge. Dem ist mitnichten so. Zur Erläuterung: Schönheitsideale sind auf der ganzen Welt gleich! Dabei geht es nicht um anthropologische Feinheiten, ob auf Sumatra, GB, oder Helgoland 😉 , in Peking oder Nairobi, ausschlaggebend überall sind die gleichen Merkmale: Jugendliches Aussehen, symmetrischer Körperbau, Kindchenschema, … und auch Schönheitsideale innerhalb der Kulturen sind identisch.

    Was ich damit nicht sagen möchte, ist, dass es die „richtigen“ sind, und schon gar nicht, dass ein jeder nach diesen streben sollte, obwohl es genau den Anschein hat. Wenn Du magst, schau mal auf meinem Blog vorbei, da habe ich einige der interessantesten Forschungsergebnisse aus der Attraktivitätsforschung beschrieben.
    LG Mies

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