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Worte und Bilder zur Heilung deines Herzens

Was wir aus der Flüchtlingskrise lernen können?

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Ja es gibt viel zu lernen und zu erfahren, wenn man die derzeitige Situation in Österreich, in Europa und in der Welt betrachtet. Keine Angst, ich werde euch jetzt nicht mit politischen Analysen oder wirtschaftlichen Rettungstheorien zutexten. Das liegt weder in meinem Kompetenzbereich, noch habe ich hier eine persönliche Meinung dazu.

Ich meine damit viel mehr, dass wir durch genau diese Situation die einmalige, große Chance haben, persönlich auf eine ganz spezielle Art und Weise zu wachsen. Viele Themen die sich an Hand der Gesamtsituation zeigen, dürfen betrachtet und gelöst werden, wenn wir dazu bereit sind.

Wie so viele habe ich in den letzten Wochen die Berichte verfolgt, die aufeinanderprallenden Meinungen registriert, den Hass und gleichzeitig die große Welle der Hilfsbereitschaft wahrgenommen. Ich habe persönlich mitgeholfen, den Menschen ein wenig zu helfen, sich hier sicher und willkommen zu fühlen. Ich habe mit einigen Betroffenen gesprochen, auf beiden Seiten des Zauns, und unzählige Gespräche mit Kollegen, Freunden und meiner Familie geführt. Es hat viel mit mir gemacht, all dies zu erfahren. Und ich habe auch kritisch meine Gedanken dazu geäußert. Ich möchte euch gerne berichten was meine Erkenntnis aus der ganzen Sache ist, und betonen, dass es meine ganz persönliche Erkenntnis ist, die vielleicht nichts mit dir oder jemandem anderen zu tun hat. Dennoch freue ich mich, wenn du dich durch meine Gedanken anregen lässt, auch ein wenig auf dich selbst und deine Themen zu schauen. Denn das ist für mich nach wie vor die einzige Möglichkeit, um weiter zu wachsen.

  1. Warum helfe ich?
    Es gibt viele Gründe zu helfen und wir sind uns meist gar nicht bewusst, was der wahre Grund ist. Ich habe selbst geholfen und ganz viele Menschen beobachtet, die das selbe getan haben. Vielfach habe ich wahrgenommen, dass Menschen dabei weit über ihre Grenzen gehen. Die eigenen Bedürfnisse werden meist weit hinten an gestellt bis zur völligen Ignoranz dieser. Das gute Gefühl, dass sich zu Beginn eingestellt hat, die enorme Energie, die daraus gewonnen wurde, wird immer weniger und am Ende bleibt oft die völlige Erschöpfung und zusätzlich ein schlechtes Gewissen, nicht mehr helfen zu können.
    Ein „guter“ Grund um in diese Situation zu kommen ist, dass wir unseren eigenen Schmerz nicht aushalte, diese „armen“ Menschen zu sehen. Allein der Gedanke an ihr Schicksal verschafft uns einen Schmerz, den wir einfach nicht wahrhaben wollen. Um diesen Schmerz zu lindern, beginnen wir zu helfen. Daraus ergibt sich dann ein Wohlgefühl und Energie, die eine Zeit lang anhält. Doch sobald wir aufhören zu helfen, beginnt der Kreislauf von vorne. Also machen wir weiter, bis wir nicht mehr können. Doch der Schmerz hört nicht auf.

    Die Frage, die wir uns deshalb in dieser Situation stellen müssen ist, was dieser Schmerz mit uns zu tun hat? Warum bringt er uns so weit, dass wir uns, nur um ihn nicht zu spüren, völlig verausgaben und vergessen? Die Lösung liegt also ausschließlich in uns und nicht im Außen! Das heißt natürlich weder, dass wir nicht helfen sollen, oder uns von allen Nachrichten so abschotten, dass wir den Schmerz nicht zu spüren bekommen. Wir haben jedoch die Chance ganz genau hinzusehen, während wir helfen oder das tun, was wir in diesem Moment für richtig halten.
    Ich wurde immer wieder gefragt, wie man denn helfen könnte. Die für mich stimmige Antwort war: Gib immer nur aus dem Überfluss heraus. Dort wo du in deinem Leben Überfluss hast, dort gib, wenn du möchtest. Wenn kein Überfluss da ist, dann hast du nichts, was du geben kannst, ohne in einen Mangel zu kommen. Und das ist nicht der Sinn von helfen. Dann hilf dir zuerst selbst.
    Dadurch haben wir weiters die Möglichkeit unsere Selbstliebe zu vergrößern indem wir lernen, ganz bewusst auf uns zu achten und unsere Grenzen liebevoll wahrzunehmen. Diese Vorgangsweise kann unser Bewusstsein massiv erhöhen und wir können daraus sehr viel für uns selbst lernen. Nützen wir also die Chance nicht nur unsere äußere Welt sondern auch unser Inneres wahr zu nehmen, haben wir Möglichkeiten eine großen Schritt zu tun.

  2. Ängste erkennen!
    Es ist so klar und deutlich, dass sich im Moment an allen Ecken und Ende ganz massive Ängste zeigen. Jeder versucht dabei, seine Ängste zu begründen und diese zu untermauern, indem er in den Diskussionen sein Argumente liefert und dabei den jeweils anderen von seiner Meinung zu überzeugen. Dabei haben die, die gegen die Flüchtlinge argumentieren, egal ob sachlich oder nicht sachlich, genauso viel Angst, wie die Befürworter. Die Lösung liegt deshalb nicht in der Diskussion, sondern ausschließlich im Wahrnehmen und auflösen der Ängste. Diese sind sehr individuell und es gibt hierfür keine pauschale Lösung. Nur durch das Bearbeiten meiner individuellen Ängste bin ich jedoch in der Lage, aus der Energie- und Kräfte raubenden Argumentation und Diskussion auszusteigen. Wenn ich in der Lage bin, meine und die Ängste meiner Gegenseite wahrzunehmen, habe ich die Möglichkeit, mich in einen wertfreien Raum zurückzuziehen und aus dem Widerstand zu gehen.
    Wie wir wissen, erzeugt Widerstand einen Gegendruck, doch leider keine Lösung. Immer wenn wir unseren Gegnern Mitgefühl, Toleranz oder Intelligenz absprechen, lassen wir außer Acht, dass sie in ihrem System keine andere Wahl haben, als so zu agieren, wie sie es tun. Leider befinden wir uns nicht alle auf dem selben Bewusstseinsstand, und nicht jeder hat die Chance aus diesem System auszusteigen. Was wiederum nicht heißt, dass wir illegale oder gewalttätige Aktionen tolerieren müssen. Doch sind dafür andere Institutionen zuständig und es gibt klare Regeln.

    Um diese Energie nicht noch mehr an uns zu ziehen, und diese zu nähren, dürfen wir versuchen, unsere eigenen Ängste zu lösen und damit eine neutrale Position beziehen zu können. Dadurch sind wir in der Lage, das einzige zu tun, was in unserer Macht steht. Wir leben unsere Energie der Menschlichkeit und des Mitgefühls, ohne uns davon abbringen zu lassen. Alleine wenn wir beginnen, darüber zu diskutieren, welche Seite jetzt recht hat, bringt uns das aus dieser Energie heraus. Wir lassen uns in diesem Moment von der Energie des Anderen besetzen und oft unbemerkt davon überwältigen. Je mehr Energie wir der Gegenseite geben, umso stärker wird sie werden.

  3. Du erlebst, was in dir ist!
    Wie kann es sein, dass manche Menschen permanent auf „böse“ Flüchtlinge treffen und andere nur die „guten“ Flüchtlinge kennen lernen oder mit Berichten über diese konfrontiert werden? Es war erstaunlich für mich, dass manche meiner Bekannten vorwiegend negative Berichte erzählt haben, während ich und viele andere mir bekannte Menschen vorwiegend positive Erfahrungen machten. Wie konnte das sein? Haben wir uns doch teilweise sogar am selben Ort befunden? Verblüffend, oder?

    Du kennst sicher den Begriff „selektive Wahrnehmung“. Den besten Beweis für das vorhanden sein dieses Phänomens war für mich die Zeit, als ich schwanger war. Da ich Zwillinge erwartete, habe ich permanent Menschen getroffen, die in irgendeiner Art und Weise etwas mit Zwillingen zu tun hatten. Ganz zu schweigen von den vielen Zwillingskinderwägen, die mich wie von Zauberhand gesteuert plötzlich umkreisten. Es war gespenstisch 😉
    Was war geschehen? Ich hatte begonnen, mich mit dem Thema Zwillinge zu befassen, und nahm natürlich ab diesem Moment alles wahr, was damit zu tun hatte. Dies war alles vorher auch schon da, nur habe ich es nie registriert, weil es nichts mit meiner Welt, mit meinem Inneren zu tun hatte.

    Und in der Flüchtlingsgeschichte ist es nicht anders. Wir nehmen im Außen wahr, was in uns ist. Viel mehr noch, wir ziehen es an! Ist in uns die Angst, als Frau von diesen Männern nicht geachtet zu werden, wird genau dies geschehen. Dein Gegenüber kann diese Angst sogar wahrnehmen und wenn er nicht in der Lage ist, das Spiel zu durchschauen, wird er darauf reagieren. Jeder Blick, jede Geste, jedes Wort des Anderen wird von uns registriert und in diese Richtung gewertet und interpretiert. Wir zimmern uns unsere eigene Welt zurecht und sie wird sich bewahrheiten, egal wie sie aussehen soll. In der Diskussion versuchen wir dann natürlich jeweils den Anderen von der Wahrheit unserer Geschichte zu überzeugen. Egal auf welcher Seite wir stehen. Unser Verstand braucht schließlich eine Begründung, warum wir dafür oder dagegen sind. Schließlich haben wir nur in den seltensten Fällen gelernt, ganz auf unser Gefühl zu achten und dieses auch zu kommunizieren. Einfach nur zu sagen, es fühlt sich stimmig an oder eben nicht, reicht in unserer Gesellschaft leider nicht aus.

    Deshalb haben wir auch in diesem Fall wieder nur die Chance, wahrzunehmen, was sich für uns im Außen spiegelt. Frei von Urteil und ohne Wertung! Beobachten, wahrnehmen, fühlen. Das dürfen wir daraus lernen. Es zeigt sich für uns dadurch gerade ein unheimlich großes Übungsfeld. Diese Gelegenheit können wir nützen, um auf unserem Weg zu mehr Bewusstsein voranzukommen. Wenn wir wollen!

Die Essenz aus diesen Erkenntnissen ist für mich, dass ich dadurch eine große Chance bekomme, mich in meiner Mitte zu zentrieren, Schritt für Schritt aus zusteigen aus dem dualen Feld, indem wir uns hier auf der Erde befinden.

In Wirklichkeit sehe ich durch diese Krise ein unheimlich großes Potential, das wir gerade in Händen halten. An der großen Menge an Menschen die jetzt tätig werden, sich engagieren, zusammen helfen, zeigt sich wie die große Masse denkt. Wir haben die Gelegenheit zu zeigen, dass wir mit dieser Art von Politik nicht einverstanden sind. Wir haben die Möglichkeit uns einzubringen in ein kollektives Feld, dass sich nicht mehr auf der Nase herumtanzen und von Massenmedien und Machthabern manipulieren lassen möchte. Auf eine Art und Weise, die besser nicht sein könnte. Indem wir Menschen in Not die Hilfe und Unterstützung zukommen lassen, die sie brauchen, ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen. Und ohne dabei in den Widerstand zu gehen.

Herzensgrüße

Petra

Autor: Die Mentaltrainerin Petra Honies

Ich bin seit vielen Jahren als Mental - und Bewusstseinstrainerin und spirituelle Beraterin tätig und lebe meine Aufgabe den Menschen zu helfen ihre Herzen zu öffnen und damit ihr Leben glücklich und zufrieden genießen zu können. Daneben zeichne und male ich seit meiner Kindheit. In den letzten Jahren dringt meine immer größer werdende Spiritualität auch in diesen Bereich vor und meine Bilder entwickeln auf den Betrachter eine spirituell heilende Wirkung. Wenn du gerne mehr über meine Tätigkeit als "Die Mentaltrainerin" erfahren möchtest, lade ich dich ein meine Website www.diementaltrainerin.at zu besuchen.

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